Ein Originalkonzept: Die "Schule der Légèreté"
Die Reiterei im Allgemeinen - und das Dressurreiten im Besonderen - sind nur dann wirklich "klassisch", wenn sie den Respekt gegenüber dem Pferd stets als oberstes Gebot ansehen.
In seinen Lehrgängen ebenso wie in seinem neuesten Werk analysiert Philippe Karl die Grundsätze, Methoden und Verfahren der modernen Dressur auf der Grundlage von Tatsachen der Anatomie, Physiologie, Bewegungslehre, Gleichgewichtslehre, Psychologie und Verhaltensforschung. Diese Vorgehensweise erlaubt es, der Tyrannei der geltenden Moden zu entgehen und inhaltsleere Vorstellungen ebenso aufzudecken wie nichts sagenden Allerweltsformeln.
Aus dieser Analyse ergeben sich zwei Schlussfolgerungen:
- Die Dogmen, die die offizielle Reitweise beherrschen, erweisen sich als äußerst anfechtbar. Dies erklärt zum Großteil die tragischen Irrwege der heutigen Dressur, den enormen Ausschuss an Pferden sowie die Desillusionierung der Reiter und die Häufigkeit, mit der sie ihr Hobby schließlich aufgeben.
- Das Konzept der "Légèreté" (Leichtheit), das in seiner ganzen Bandbreite vor allem von La Guérinière, Baucher, Raabe, Beudant und L´Hotte ausgearbeitet wurde, entspricht den grundsätzlichen natürlichen Bedürfnissen des Pferdes.
Richtig verstanden ist die "Légèreté" also nicht etwa ein am Ende der Ausbildung stehender Luxus, der den Künstlern auf extrem begabten Pferden vorbehalten bleibt, sondern vielmehr das sicherste Mittel, jedes beliebige Pferd zur Geltung zu bringen.
Ausgehend von grundlegenden wissenschaftlichen Tatsachen und gestützt auf die Schriften der größten Reitmeister, stellt Philippe Karl eine ganz eigene Synthese auf - sowohl für die Dressur des Pferdes als auch die Ausbildung des Reiters: die "Schule der Légèreté".
Die Grundzüge dieser reiterlichen Philosophie lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Sie lehnt den Einsatz von Kraft und Zwangsmitteln strikt ab (maulkorbähnliche Reithalfter, jegliche Art von Hilfszügeln usw.).
- Sie gibt einen verständlichen und verlässlichen Ausbildungsplan vor, mit klaren Grundsätzen, effizienten Methoden und freundlichen Vorgehensweisen.
- Sie richtet sich an alle Pferdetypen und lässt sich auf alle reiterlichen Disziplinen übertragen.
- Sie macht die höhere Reitkunst für jeden ernsthaft bemühten Reiter zugänglich, selbst wenn er nur über ein ganz gewöhnliches Pferd verfügt.
Anmerkung: Das Konzept der "Schule der Légèreté", das in dem Werk "Dogmen und Irrwege der modernen Dressur" (Philippe Karl, Cadmos Verlag) ausführlich dargestellt wird, ist gesetzlich geschützt.

